Hardware kaufen
Ein gewichtiges Argument Linux
nicht zu
verwenden, ist für viele, dass nicht jede Hardware sich in Verbindung
mit Linux nutzen lässt. Besonders stört dieses Problem immer dann, wenn
es darum geht, sich neue Hardware anzuschaffen. Aber so muss es nicht
sein. Dieser Text soll ein Leitfaden
bieten, wie
man sich beim Kauf am besten verhält und sich somit eine Menge Zeit und
Ärger sparen kann.
Einkaufen im Geschäft
Am schnellsten und einfachsten kommt man zur gewünschten Hardware, wenn man sich als Kunde richtig verhält. Im Folgenden soll dies anhand eines Beispiels vorgeführt werden.
Musterkunde möchte einen DVB-T-Stick für sein Notebook kaufen, auf welchem er Ubuntu 8.10 installiert hat. Zur Vorbereitung seines Einkaufs hat er auf UbuntuUsers.de die Wiki-Seite zu „DVB-Karten“ gelesen, entsprechende Pakete installiert und sich die Befehle zum Testen der Karten herausgeschrieben.
Nun befindet er sich mit seinem Notebook im Gepäck im nächstgelegenen Elektronikmarkt und sucht sich aus den Regalen die Geräte heraus, die seinen Vorstellungen entsprechen.
Mit drei Kandidaten in der Hand wendet er sich schließlich an einen der Verkäufer in der Computer-Fachabteilung.
Musterkunde: „Guten Tag, ich möchte einen dieser DVB-T-Sticks kaufen.“
Verkäufer: „Aber gerne!“
Musterkunde: „Ich habe jedoch Linux und meine Bedingung ist, dass der DVB-T-Stick damit funktioniert.“
Verkäufer: „Oha!“
Musterkunde: „Ich habe mein Notebook dabei und könnte relativ schnell testen, ob ein Gerät funktioniert oder nicht, wenn Sie die Geräte für mich auspacken.“
Verkäufer: „Das kann ich für Sie tun.“
Der Verkäufer führt Musterkunde zu einem Platz, wo er sein Notebook aufstellen kann und packt dort den ersten DVB-T-Stick aus. Musterkunde steckt ihn am Notebook an und prüft mit einem Kommando, ob ein Treiber geladen wurde. - Leider nein! - Der Verkäufer reicht ihm den nächsten DVB-T-Stick und diesmal wird der Treiber geladen und es sieht so aus, als würde die Hardware funktionieren. Jedenfalls liefern alle Tests, die sich auf die Schnelle durchführen lassen, die gewünschten Ergebnisse.
Musterkunde: „Wunderbar! - Den nehme ich. Sagen Sie: Dürfte ich das Gerät eigentlich zurückgeben, wenn es wider Erwartung doch nicht richtig funktionieren sollte?“
Verkäufer: „Aber natürlich. Sollten Sie mit dem Produkt nicht zufrieden sein, dürfen Sie es innerhalb einer Woche zurückbringen und bekommen den Kaufpreis erstattet. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie es original verpackt in dem Zustand zurückbringen, in dem Sie es hier mitgenommen haben.“
Musterkunde: „Natürlich. - Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Hilfe.“
Zu Hause angekommen nimmt Musterkunde seinen DVB-T-Stick dann wirklich in Betrieb. Richtet die TV-Software und die Sender ein. Das Gerät funktioniert wie erwartet und der Einkauf hat keine halbe Stunde in Anspruch genommen.
